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03.11.2011

Indocyaningrün (ICG)-verstärkte fluoreszenzoptische Bildgebung mit dem Xiralite-System

Auf dem diesjährigen EULAR-Kongress in London wurden die ersten Daten zur Validierung eines seit 2009 kommerziell erhältlichen fluoreszenzoptischen Bildgebungssystems (Xiralite X4, Rheumascan) vorgestellt (Poster FRI 0048* und SAT 101). Bei 20 Patienten mit früher Arthritis wurde die fluoreszenzoptische Bildgebung mit der klinischen Untersuchung und der Magnetresonanz-tomografie (MRT) verglichen (SAT 101), bei 100 Patienten mit unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen mit der Ultrasonografie im B-Mode als auch mit der Power-Doppler-Ultrasonografie (FRI 0048*).

In beiden auf dem EULAR präsentierten Studien zeigte die fluoreszenzoptische Bildgebung eine hohe Übereinstimmungsrate (bis zu 87 %) mit den verglichenen Methoden. Zugleich ergaben sich eine hohe Sensitivität (bis zu 85 %) und eine hohe Spezifität (bis zu 95 %) mit der MRT oder der Arthrosonografie als Referenzmethode.

Vielversprechende Daten für fluoreszenzoptische Bildgebung

Für die Auswertung einer fluoreszenzoptischen Sequenz wurde ein standardisiertes Auswertungsverfahren entwickelt. Es beruht auf der getrennten Befundung eines automatisch generierten Summenbildes (PVM, s. Abb. 1) und von drei definierten Phasen (P1-3, s. Abb. 2-4).

Es wurde gezeigt, dass in Abhängigkeit von den Phasen die fluoreszenzoptische Untersuchung mit der klinischen Untersuchung bis zu 87 %, mit der MRT bis zu 82 % und mit der Ultrasonografie bis zu 60 % (B-Mode) bzw. 82 % (Power-Doppler-Mode) übereinstimmt.  Die höchste Übereinstimmung ergab sich jeweils für die Phase 1. Die Diskrepanz zwischen den Modalitäten ergab sich in allen Fällen in erster Linie aus der höheren Anzahl fluoreszenzoptisch positiver Ergebnisse als bei den anderen Methoden.

Im Vergleich zur Ultrasonografie hatte die fluoreszenzoptische Untersuchung eine Sensitivität von
70 % (B-Mode)  bzw. 74 % (Power-Doppler-Mode) und in Abhängigkeit von der Phase eine hohe Spezifität; am höchsten in Phase 1 mit 95 % (B-Mode als Referenz) bzw. 90 % (Power-Doppler-Mode als Referenz).  Im Vergleich zur MRT hatte die fluoreszenzoptische Untersuchung  bei der frühen Arthritis eine Sensitivität von 85 % und in Abhängigkeit von der Phase eine hohe Spezifität (Phase 1 95 %). Die fluoreszenzoptische Untersuchung war generell sensitiver als die klinische Untersuchung (s. Tab. 1).

Insgesamt stellte sich die fluoreszenzoptische Untersuchung sowohl im Vergleich zur Ultrasonografie als auch zur MRT als eine reliable und sensitive Methode zur Erfassung entzündlicher Aktivität in den Händen dar. Mit einem Cohen´s κ von jeweils 0,71 war die Intra- und Interreader-Übereinstimmung der Methode erheblich.

Stephanie Werner
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
RHIO (Rheumatologie, Immunologie, Osteologie)
Düsseldorf, Forschungsinstitut
Mühlenstraße 117, 40668 Meerbusch

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