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29.12.2011

Metaanalyse zum Einfluss von TNF-Blockern auf den Lipidstoffwechsel

Bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) sind unter TNF-Inhibitoren diverse Veränderungen des Lipidstoffwechselprofils beschrieben worden. Die Ergebnisse sind allerdings bis jetzt widersprüchlich. Niederländische Experten um Prof. Dr. Michael T. Nurmohamed, Amsterdam, haben daher die Veränderungen der Lipidspiegel unter TNF-Inhibitoren mittels einer Metaanalyse untersucht. Dazu wurde die Literatur auf Studien untersucht, in denen Verläufe des Gesamtcholesterins (TC), High-Density Lipoprotein Cholesterins (HDLC), des Low-Density Lipoprotein Cholesterins (LDLC), der Triglyceride (TG), des atherogenen Index (TC/HDLC) sowie der Apolipoprotein-Spiegel unter TNF-Blockade dokumentiert worden waren.

Daten zum Gesamtcholesterin lagen von 766 RA-Patienten in 15 Studien und zum HDL-Cholesterin von 736 RA-Patienten in 14 Studien vor. Das Gesamtcholesterin (max. 10 %) und das HDL-Cholesterin (max. 7 %) stiegen signifikant während der ersten zwei bis sechs Wochen an und verblieben dann mehr oder minder stabil bei diesen Werten. Der atherogene Index veränderte sich im Zeitverlauf nicht signifikant. Um die Veränderungen der anderen Lipide und des Apolipoproteins zu bewerten, war die Datenlage nicht ausreichend.

 

Die Therapie mit TNF-Inhibitoren hat einen mäßigen Effekt auf das Gesamt- und das HDL-Cholesterin ohne eine signifikante Auswirkung auf den atherogenen Index. Ob die Wirkung der TNF-Blocker auf die qualitativen Veränderungen der Lipide mehr Relevanz hinsichtlich ihrer mutmaßlichen positiven Gefäßwirkungen besitzt, muss in weiteren Studien evaluiert werden.                                                                  

 

Quelle: Semin Arthritis Rheum 2011; 41: 393-400

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