Nachrichtendetails
TNF-Ansprechen früh prognostizierbar
Die Vorhersage des Krankheitsverlaufs unter eine Therapie mit TNF-Inhibitoren wurde in der TEMPO-Studie evaluiert. In einer aktuellen Analyse wurden jetzt valide Kriterien ermittelt, nach denen RA-Patienten bereits 12 Wochen nach Therapiebeginn mit Etanercept als Monotherapie oder in Kombination mit MTX hinsichtlich des Therapieerfolgs kategorisiert werden können.
US-amerikanische Rheumatologen um Jeffrey R. Curtis, Birmingham, bildeten hierzu drei Gruppen: 1) Patienten, bei denen nach einem Jahr eine niedrige Krankheitsaktivität (LDA) vorausgesagt wurde; 2) Patienten, bei denen vorhergesagt wurde, keinen LDA nach einem Jahr zu erreichen und 3) Patienten, die weitere Therapiezeit benötigten, um kategorisiert werden zu können. Eine LDA war als DAS28 3,2 oder CDAI 10,0 definiert und wurde nach 48 oder 52 Wochen errechnet. Demografische, Labor- und klinische Daten wurden zu Studienbeginn und nach 12 Wochen als Responseprädiktoren herangezogen. Eine LDA wurde bei 39 % der Patienten unter einer Etanercept-Monotherapie und bei 60 % der Patienten unter der Etanercept plus MTX-Kombination festgestellt. Unter Etanercept-Monotherapie konnte bei 53 % vorhergesagt werden, eine LDA nach 12 Monaten zu erreichen. Bei 39 % wurde prognostiziert, keine LDA zu erreichen, bei 8 % war eine Kategorisierung nach 12 Wochen nicht möglich. Unter der Kombination von Etanercept plus MTX wurde bei 63 % der Patienten eine LDA vorausgesagt, für 25 % war diese Aussage negativ und 12 % konnten keiner der beiden Kategorien zugeteilt werden.
Somit konnte bei 80-90 % der Patienten innerhalb von 12 Wochen nach Beginn einer Therapie mit Etanercept oder Etanercept plus MTX prognostiziert werden, ob die Krankheitsaktivität nach einem Jahr ein niedriges Niveau erreichen wird oder nicht. Nur bei ca. 10-20 % der Patienten war eine längere Beobachtungszeit erforderlich, um zu dieser Entscheidung zu kommen.
Quelle: Ann Rheum Dis 2011; doi:10.1136/ard.2011.153551

